»Mit Amerika verwechselt,« murmelte Steffen. »Und dann – sag's weiter, Trinle.«
»An der Wandtafel drei – vier Rechnungen falsch gerechnet. Darum!!«
»Na und du?« fragte der Vater.
Trinle heulte laut, schier verzweifelt klang's: »Ich – ich hab draußen gesessen auf dem Kirchtrepple, bis sie rausgekommen sind.«
»Ja, hast du denn nicht nachgesessen, Trinle?«
»Nein,« jammerte Trinle, »ich – ich bin auch net zu spät gekommen, bei uns – hat's später angefangen!«
Über Trinles blonden Wuschelkopf hinweg sahen sich die Eltern an; ein liebes Lächeln blühte im Gesicht der Mutter auf, des Vaters Augen blitzten lustig. Er sagte heiter: »Weil sich Trinle so grämt und doch selbst nicht nachgesessen hat, sei euch die Strafe erlassen. Aber, Buben, ich bitte mir's aus, daß das Nachsitzen und Zuspätkommen nicht Mode wird!«
»Und das Streiten mit den Sternbuben hört endlich einmal auf!« fügte die Mutter mit sanftem Vorwurf hinzu.
»Sie fangen immer an; arg schlimm sind sie!« riefen alle vier Geschwister klagend, denn auch Kasperle stritt schon mit den Sternbuben herum.
»So sagt ihr!« Die Mutter seufzte, aber sie sprach nicht weiter vom Morgenstreit; sie mahnte: »Nun lauft geschwinde und wascht euch, es ist gleich Essenszeit!«