›Michel,‹ schrie der Sternwirt zornig, ›ist Er hier im Zimmer gewesen?‹

›Noi,‹ brummte Michel.

›Der Kerl sieht aus wie das leibhaftige schlechte Gewissen,‹ rief der Herzog. ›Gesteh Er's, Er hat gestohlen!‹

Michel erschrak. ›Bei meiner Seel' net!‹ jammerte er, ›ich war's net.

›Man müßte suchen,‹ murmelte der Diener, der ihn angeklagt hatte.

›Nehmt ihn fest. Der Büttel soll kommen, man soll seine Sachen durchsuchen,‹ befahl der Herzog finster.

›Ich war's net, bei meiner Seel', ich war's net!‹ schrie Michel verzweifelt und wehrte sich gegen zwei Diener, die ihn packen wollten.

›Noi, er war's net,‹ schrie es da plötzlich von der Höhe herab, ›Michele hat's Kästele net genommen.‹

Drei runde Gesichter starrten aus den Falten des Bettvorhanges heraus, und drei Fingerlein – sie waren reichlich schwarz – deuteten auf den Diener, der Michel angeklagt hatte: ›Der da war's! Der hat die Kästeles herausgenommen, und eins hat er in den Ofen gesteckt.‹

Die Stimmen gellten aus der Höhe herab dem Schuldigen wie Posaunentöne ins Ohr. Er sah Gustele und die Sternbübles für himmlische Wesen an, und schluchzend brach er unter der Last seiner Schuld zusammen. ›Ich war's, ich war's,‹ stöhnte er, vor dem Herzog knieend, ›ich hab's getan. Gnade, ach, Gnade!‹