»Schiuih!« ging eine grüne Flamme in die Luft, und dann zuckte wieder ein rotes Flämmchen auf; wie ein Höllenschlund erschien es den dreien.

Kreischend, schreiend, sich gegenseitig fast umrennend, purzelten und stürzten die drei Damen hinaus. »Hilfe, Hilfe, Hilfe!« Sie rasten den Bergabhang hinab, rissen die beiden Herren, die erschrocken stehengeblieben waren, mit fort und keuchten: »Kommt, kommt, Hilfe, ach, Hilfe!«

»Was ist, was gibt es?«

Der jüngere der beiden Herren, ein stattlicher, hochgewachsener Mann, wollte stehenbleiben, aber zwei Damen zerrten ihn hinweg, und ihr Schreien hallte vom Berg zu Tal.

Trinle und Veit starrten den Fliehenden sprachlos vor Staunen nach. Konnten die schreien! Aber warum taten sie es nur?

Plötzlich jauchzte Veit auf: »Trinle, sie haben den Drachen gesehen; o, das ist fein!« Und gerade als unten die Fliehenden an einer Wegbiegung verschwanden, sausten die beiden zur Burg hinauf und stürzten in die Halle. »Die sind vor dir ausgerissen, Steffen,« jubelten sie beide, »die haben dich für ein Teufele gehalten.«

Drache Steffen, Prinzessin Alette und der Page Kasperle sahen ein wenig verstört drein; ihnen war die ganze Geschichte ziemlich dunkel. Der Drache blies seine Hand, denn seine Buntfeuerschachtel war ihm unversehens in Flammen aufgegangen, und dabei hatte er sich seine Finger verbrannt. »Was war das nur?« brummte er mißmutig.

»Fremde waren's,« jubelte Trinle. Sie hüpfte vor Freude auf einem Bein hin und her und sang: »Ausgerissen, ausgerissen, ausgerissen!«