»I wo, ich geh net voran, ich leg mich aufs Bäuchle wie die Indianer,« erklärte Trinle begeistert.
Doch die Brüder überstimmten sie. »Du mußt bei Alette bleiben,« geboten sie. Und wirklich brauchte Alette jemand; die zitterte wie ein Grashälmlein im Wind. Doch Kasperle fühlte sich als ihr getreuer Page. Der schob seine Hand in ihre und sagte gnädig: »Ich beschütze dich.«
Da war Alette zufrieden, sie schlich mit Kasperle durch das Gebüsch, und die Buben und Trinle legten sich auf den Bauch. Noch waren die Fliehenden nicht drei Schritte weg, da tuschelte schon Trinle den Brüdern zu: »Ich sehe was Blankes.«
»Der Gendarm!« flüsterte Veit zurück.
So war es wirklich. Unten am Burgberg waren die schreienden, fliehenden Damen endlich stehengeblieben und hatten den beiden Herren erzählt, was ihnen begegnet war.
»Ein furchtbares Tier kam,« schluchzte die eine.
»Es war ein Löwe oder ein Räuber oder sonst ein Untier, ganz bestimmt,« behauptete die älteste von den dreien, und die jüngste jammerte: »Feuer, Feuer, es hat gebrannt!«
»Unsinn!« sagten die Herren.
»Kein Unsinn,« schrieen die Damen empört, »schrecklich war es!«