»Wir gehen mit,« riefen die beiden Herren.
»Mich bringen nicht zehn Pferde in das alte Räubernest,« erklärte die ältere Dame. Die jüngeren aber hatten Lust, mit hinaufzugehen, und ein paar Augenblicke redeten sie hin und her. Zuletzt blieben zwei Damen unten am Wegrand sitzen, während die andern alle bergauf stiegen, um das Ungeheuer zu sehen.
Oben fanden sie nichts, der Drache war spurlos verschwunden, und soviel die vier auch suchten, so emsig sie auch in alle Winkel blickten, nichts war zu sehen. Die drei Paar lustigen Kinderaugen, die aus dem Haselgebüsch hervorlugten, sahen sie freilich nicht: Trinle und die Brüder aber sahen alles und hörten auch, was gesprochen wurde, und ein paarmal meinten sie vor Lachen ersticken zu müssen.
»Wir wollen hier doch mal in den Büschen suchen,« sagte oben endlich der Gendarm.
»Ja, das wollen wir,« rief die Dame eifrig. »Es war etwas da, und es muß etwas da sein; an ein Gespenst glaube ich freilich nicht. Deutschland mag noch so romantisch sein, Gespenster zur Mittagsstunde gibt es sicher nicht.«
»Jetzt müssen wir ausreißen,« flüsterte Veit den Geschwistern zu. »Los, wir rutschen!«
Eilfertig begann er den Berg abwärts zu rutschen. Trinle und Steffen folgten, und gerade als die oben sagten: »Hier raschelt es immer so,« hatten die beiden unten Alette und Kasperle erreicht. Denen tuschelten sie aufgeregt zu: »Wir müssen fliehen, rutscht auch weiter nach unten.«
»Beinahe wie bei den Indianern ist's,« jubelte Trinle. Sie war zwar noch nie bei den Rothäuten gewesen, aber sie meinte, die Rutscherei würde dort wohl gebräuchlich sein.