»Mach doch Licht, August!« rief Herr Baldan. »Au, mein Knie!«
»Gleich, August! Au, meine Nase!« Da endlich hatte Herr Häferlein die Ladentüre erreicht, er zog den Rolladen hoch, und das helle Tageslicht strömte in den Raum. »Ah!« riefen die Freunde unwillkürlich.
Über der Ladentafel prangte ein großes, mit Blumen umkränztes Blatt. Darauf stand in roter und blauer Schrift groß: »Wir gratulieren!« und darunter standen lauter Namen geschrieben. Es waren die der Lindenkinder und der Sternkinder, auch Alette Amhag fehlte nicht. Außerdem gab es noch viele Blumen in dem Lädchen, sogar das Sauerkrautfaß hatte einen grünen Kranz erhalten.
Herr Häferlein vergaß das ausgelaufene Sirupfaß, vergaß seinen beschmierten Feiertagsanzug, er sah nur das große bunte: »Wir gratulieren!« und alle die Namen darunter, und er sagte gerührt: »Die guten Kinder, sie wollten mir eine Überraschung bereiten.«
»Ich danke schön für solche Überraschungen!« knurrte Herr Baldan. »Pff, pff, brrr,« spuckte er, »potzhundert, so viel Sirup habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht geschluckt!«
Da klopfte es stürmisch an die Ladentüre. Lachende, fröhliche Gesichter drückten sich an der Scheibe platt: »Herr Häferlein, Herr Häferlein, wir sind's!«
Der Kaufmann ging hin und schloß die Türe auf, und acht Stimmen auf einmal riefen: »Gelt, Sie freuen sich sehr?«
»Ganz ungemein, Kinder,« sagte Herr Häferlein, »nur, was habt ihr denn mit dem Sirupfaß gemacht?«