»August, August, da ist er!«
Der Gehilfe griff rasch zu und packte den kleinen Ausreißer und Tunichtgut, den Affen August, am Genick und suchte Herrn Baldan zu befreien. Leicht ging es nicht, denn der vierbeinige August zappelte und fauchte wütend und gab in seiner Angst seinem unschuldigen Namensvetter heftige Ohrfeigen.
Die beiden Auguste waren wütend aufeinander, und die Umstehenden taten noch, als wäre die ganze Sache eine lustige Geschichte; sie lachten, und selbst Trinle Grill hörte ein paar Augenblicke auf zu heulen.
Da schrie plötzlich Veit: »Er hat Kasperles Mütze!« und mit raschem Griff entwand er dem Affen eine kleine dunkelblaue Mütze. »Die gehört Kasperle! Ja, aber wo ist Kasperle?«
»In der Rose, denn von dort kommt der Affe,« rief der Vater.
»In der Rose, unser Kasperle?« Die Kinder rannten dem Vater nach, die Mutter nicht minder geschwinde. Herr Baldan schrie dem Gehilfen zu: »Aufpassen!« und raste nach, und die ganze Gesellschaft langte drüben vor der Rose an und spazierte in das Haus hinein, und Frau Tippelmann wußte erst nicht wie und was, als sie den Hausflur so voller Menschen sah. Aber da erblickte sie Frau Grills blasses Gesicht, sie verstand. Schnell riß sie eine Türe auf und rief: »Da ist er!«
Ja, da war er. Wie ein kleiner Prinz thronte er mitten auf dem Sofa und schickte sich gerade an, die vierte Tasse Schokolade auszutrinken. Er pustete schon ein wenig, sein Bäuchlein war schon ganz dick, aber er wollte doch noch von dem süßen Trank schlürfen, der ihm so gut schmeckte wie weiland den alten Deutschen der süße Met. Und einen Bart hatte das Kasperle schon, um den ihn ein Raubritter beneiden konnte, so breit war der.
Es ist nicht gut, wenn einer beim Schokoladetrinken allzu sehr überrascht wird. Hupp! machte die Tasse, und am Kasperle rann ein braunes Bächlein herunter. Er wollte die Tasse wegsetzen und warf die von Alette um, und auf dem weißen Tuch floß ein brauner See.
»Kasperle, du hier?«