»Mir auch! Oh, oh mein Bauch!« jammerte Peter.

Sie rutschten vom Fensterbrett herab und krümmten sich auf der Diele herum, denn auf einmal rumpelte und pumpelte das in ihren Bäuchlein ganz unverschämt herum. Sie meinten außerdem, im Zimmer führe aller Hausrat, Betten, Tisch, Schrank und Stühle, einen wilden Tanz auf; alles wackelte und schwankte, und Peter, der sich aufrichten wollte, purzelte auch gleich um. Platsch, lag er da, käseweiß sah er aus.

Er stirbt, dachte Mathes angsterfüllt und brüllte, so laut er nur konnte. Und das Schreien verstanden die Sternbuben gut. Angst und Schmerzen stärkten noch Mathesles Stimme, er brüllte wirklich wie ein kleiner Ochse.

Das Zimmer lag im zweiten Stock; niemand war um diese Zeit oben, und in den Wirtschaftsräumen war nichts zu hören. Auf der Straße vernahm man das Jammergeschrei. Haha, die Sternbübles kriegen Haue! dachten ein paar Nachbarsleute, aber Herr Häferlein, der eben von seinem Spaziergang heimkam, hörte den Hilferuf heraus. Er lief in den Stern hinein, und ein paar Minuten später rannten die Wirtin, die Mägde und der freundliche Kaufmann dazu die Treppen hinauf und fanden oben die beiden Missetäter.

»Haha! geraucht!« Herr Häferlein schnupperte in der Luft herum. »Das ist keine schlimme Krankheit, Frau Wirtin,« sagte er lachend. »Die beiden gehören ins Bett und dann – meine Nachbarin Tippelmann würde sagen: Der Stock muß helfen.«

O der böse, hartherzige Herr Häferlein!

Peter war muckstill, dem war es zu übel, aber Mathes brüllte noch jammervoller, ganz schaurig klang es.

Frau Hinz sah doch etwas ängstlich drein, aber Herr Häferlein tröstete sie gutmütig und versicherte: »Das geht bald vorüber. Heute dürfen Sie ihnen nichts mehr zu essen geben, dann sind die beiden morgen putzmunter, und dann – den Stock nicht vergessen, den ja nicht.«

Nach diesem freundlichen Zuspruch ging Herr Häferlein, und die Sternwirtin handelte wirklich nach seinen Worten. Dies war nun Mathes und Peter sehr, sehr unangenehm, sie fühlten sich sehr unglücklich und warfen beide einen tiefen Haß auf Herrn Häferlein. Sie wurden in das Bett gesteckt, bekamen jeder bittere Tropfen zu schlucken, und danach wurde ihnen jegliches Jammergebrüll ernsthaft untersagt, sonst –. Die Mutter sah dahin, wo der Stock stand. Da krochen die Sternbübles flugs unter die Decken, und von dorther tönte noch eine Weile ihr klägliches Weinen.