»Na, nur hereinspaziert,« sagte Herr Häferlein, »drinnen gibt's Zuckerstengel!«
»Huhuhu,« jammerten die zwei, und da riß sich Alette jäh von Lauras Hand los, bahnte sich aufgeregt einen Weg durch die lebendige Mauer und rief Herrn Häferlein zitternd zu: »Nicht schlagen, so – so böse haben die's doch nicht gemeint; es war nur Spaß!«
»Ja, nur – Spaaaaß,« heulten Mathes und Peterle.
Herr Häferlein sah verdutzt auf die liebliche Fürsprecherin. Die sah ihn flehend und auch ein wenig drohend an, sie fand Herrn Häferlein in diesem Augenblick gar nicht nett.
Laura auch nicht. Die eilte Alette zu Hilfe, stellte sich neben sie und sagte kampfbereit: »So etwas, mit dem Stock drohen! Das nennen Sie wohl nicht wüst, Herr – Herr August? In Berlin käme das nicht vor, das kann ich Ihnen versichern.«
Der freundliche Herr Häferlein erschrak. O je, die Fremden hielten ihn wohl für einen rechten Wüterich, das war er doch nicht. Aber die Sternbuben konnten wirklich den Geduldigsten in Zorn bringen. »Die beiden haben Strafe verdient, sie sind zu unnütze Buben,« beteuerte er.
Da schluchzte Alette auf: »Nicht schlagen!« Und Laura rief erbost: »Sie sind ein hartherziger, grausamer Mann. Wenn unser Alettchen bittet, dann können Sie doch wirklich die Jungen laufen lassen. Wenn die zu Ihnen kommen und einen Affen sehen wollen, ist das doch kein Unrecht.«
»Ich bin doch nicht hartherzig und grausam, und bei mir kann niemand einen Affen sehen,« rief Herr Häferlein gekränkt, »aber meinetwegen lauft!« Er ließ die beiden los, und unwillkürlich tat sich zwischen den Zuschauern ein Gäßlein auf, da konnten die Schelme hindurchschlüpfen, ohne Gruß und Dank – weg waren sie.
Der arme Herr Häferlein hatte den Ärger gehabt, und einen Dank bekam er auch nicht, denn Laura führte Alette fort; die wurde gleich von den Grills in die Mitte genommen und wie ein richtiges Prinzeßchen in das Haus zur Linde geführt.