Die redeten draußen, was sie kaufen wollten. Eine Frau sagte: »Das Körble, das da so aussieht wie Silber, nehme ich,« und eine andere sagte: »Ich möchte das Glasschüssele haben dort mit dem Füßle.«
»Das nehme ich,« schrie eine dritte, sie stand schon an der Türe und sah ordentlich kampflustig drein. Das ärgerte jene, die zuerst das Glasschüssele gewollt hatte. Sie begann zu schelten, andere mischten sich hinein, und der Lärm wuchs. Zum Überfluß kamen noch Schulkinder dazu; die wollten natürlich auch wissen, was los sei, und drinnen sah Herr Schmidt immer ängstlicher auf das Getriebe. Er wagte es gar nicht, seinen Laden aufzuschließen, und die draußen ärgerten sich wieder, daß es so lange dauerte. Sie riefen immer lauter: »Auf, auf, auf!«
Das kann jeder schreien, ich lasse zu! dachte Herr Schmidt, und nun ließ er seine Rolladen wieder herab. Dann lief er zur Hintertür hinaus, um zu sehen, was eigentlich los war.
Ein Zetergeschrei empfing ihn. Gleich zehn, zwanzig Menschen schrieen auf ihn ein, was das sei, warum er erst einen Ausverkauf anzeige und dann seinen Laden nicht aufmache. Abscheulich sei das von ihm, ganz abscheulich!
»Aber,« rief Herr Schmidt, »aber – – –«
»Ich will das Körble von Silber kaufen.«
»Ich möchte die Eierbecherle haben und das blaue Bierkrügle.«
»Aber – also, Leute, hört – – –«
»Das Teekännle da, wo zwanzig Täßle reingehen, will ich und das große Glasschüssele.«
»Das Taschenmesser kauf ich,« schrie ein Bube.