Ein einziger Laut kam über die Lippen des Jünglings, ein Schrei voll namenloser Qual. Eine Weile noch stand er, mit entsetztem Blicke nach dem Toten starrend, dann brach er zusammen; ob er es wohl noch hörte, wie die alte Anuszka aufkreischte:
»Heilige Jungfrau! stehe mir bei, da ist der Mörder!« —
»Der Woiciech Wisniewski ist am Herzschlag gestorben,« erklärte der dicke Kreisphysikus, der am anderen Tage so gegen Mittag ankam; früher zu kommen war ihm nicht möglich gewesen.
»Heiliger Anton«, es ist auch eine zu gemütliche Sitzung gewesen in der kleinen Weinstube des Roman Przybilski, der den besten und feurigsten Ungarwein führte weit und breit! —
»Da ist eben nichts zu machen, Herr Propst, der Wisniewski ist tot, er liebte den Wudki zu sehr, ja, das ist das Unglück der Leute!«
Der dicke Herr hob das Glas mit dem funkelnden Wein in die Höhe und trank bedächtig.
»Heiliger Anton, was führte der Propst für einen guten Tropfen!« —
»Also am Herzschlag gestorben und nicht an den Folgen des Falles, den er durch die Heftigkeit seines Sohnes gethan hat, ist es so, Herr Sanitätsrat?«
»Ganz recht, Herr Propst, der Fall hätte den Wisniewski nicht umgebracht, der Schnaps, der Schnaps ist der Missethäter,« und der dicke Herr lacht, als erzählte er den köstlichsten Witz.
Der Propst atmet tief auf, als würde eine schwere Last von seiner Seele genommen.