Ein Unglück fürchtend, bemühte sich Findling – freilich vergebens – ihn durch Zeichen abzuweisen. Das Kind folgte dem Dog-cart dennoch weiter.
Natürlich hatte auch Graf Ashton diesem schon wiederholt zugerufen, sich wegzuscheeren. Ohne das zu beachten, hielt sich der kleine Bursche, auf die Gefahr hin, zermalmt zu werden, immer dicht bei den Rädern.
Es hätte nur einer Andeutung bedurft, um das Pferd in Trab zu setzen. Das fiel dem jungen Piborne indeß gar nicht ein. Er wollte einmal langsam fahren, und so blieb es dabei. Belästigt von der Gegenwart des Kindes, schlug er schließlich mit der Peitsche nach ihm.
Die pfeifende Schnur schlang sich dabei um den Hals des Kleinen, der halb erwürgt einige Schritte weit geschleppt wurde und endlich loskommend zur Erde fiel.
Findling sprang vom Dog-cart herab und eilte auf das Kind zu. Dieses hatte einen rothen Streifen um den Hals und weinte vor Schmerz laut auf. Dem jungen Knaben schwoll der Zorn und er hatte große Lust, über den Grafen Ashton herzufallen, wobei dieser, wenn auch älter als sein Groom, gewiß den Kürzeren gezogen hätte.
»Hierher, Boy! rief er, indem er das Pferd parierte.
– Aber das arme Kind?...
– Hierher, sag' ich Dir! wiederholte der junge Piborne, die Peitsche schwingend, komm sofort, oder es geht Dir nicht besser als dem da!«
Zu seinem Glücke ließ er es bei der Drohung bewenden, denn es läßt sich nicht sagen, was sonst geschehen wäre. Jedenfalls gelang es Findling, sich zu beherrschen, und nachdem er dem Jungen einige Pence in die Tasche gesteckt hatte, eilte er nach dem Dog-cart zurück.
»Wenn Du Dir noch einmal erlaubst, ohne Befehl abzuspringen, fuhr ihn der Graf Ashton an, dann bekommst Du eine tüchtige Tracht Prügel und wirst auf der Stelle davongejagt!«