Findling antwortete nicht, obgleich ein Blitz in seinen Augen aufflammte. Dann entfernte sich der Dog-cart schnell und ließ das Kind auf der Straße zurück, das sich beim Klimpern der erhaltenen Geldstücke schon etwas getröstet zu haben schien.
Von diesem Tage ab machte der boshafte Graf Ashton seinem Groom das Leben womöglich noch schwerer; er chicanierte und erniedrigte ihn auf jede Weise. Was er früher körperlich gelitten hatte, das litt er jetzt geistig, ja er fühlte sich vielleicht nicht weniger unglücklich, als früher in der Hütte der Hard oder unter der Fuchtel Thornpipe's. Oft kam ihm der Gedanke, Trelingar-castle zu verlassen. Doch wohin sollte er sich wenden? Die Familie Mac Carthy aufsuchen, dazu fehlte ihm jeder Fingerzeig, und diese hätte jetzt ja auch nichts für ihn thun können. Jedenfalls stand sein Entschluß aber fest, im Dienste des Erben der Piborne's nicht zu bleiben.
Nun kam etwas hinzu, was ihn ernstlich beunruhigte.
Mit Ende des Septembers pflegten der Marquis, die Marquise und deren Sohn das Besitzthum von Trelingar zu verlassen. Mußte er ihnen nach England oder Schottland folgen, so schwand ihm jede Hoffnung, die Familie Mac Carthy wieder aufzufinden.
Außerdem lag ihm auch Birk am Herzen, den er auf keinen Fall verlassen wollte.
»Ich werde ihn behalten, versicherte eines Tages die freundliche Kat, ich werde schon für ihn sorgen.
– Ach ja, Sie haben ein gutes Herz, antwortete Findling, Ihnen könnte ich ihn anvertrauen, und wenn ich bezahle, was sein Futter kostet...
– Warum nicht gar! fiel ihm Kat ins Wort, so war es nicht gemeint!... Ich habe das arme Thier einmal gern...
– Und doch, er darf Ihnen nicht zur Last fallen. Wenn ich aber von hier mit weggehe, sehe ich ihn den ganzen Winter, ja vielleicht niemals wieder...
– Warum, mein Kind?... Wenn Du zurückkommst...