– Zurückkommen, Kat?... Bin ich denn so sicher, nach dem Schlosse zurückzukehren, wenn ich einmal daraus weg bin? Da unten... wohin sie gehen... da können sie mich ja fortschicken, oder... oder ich laufe vielleicht selbst davon...

– Was sagst Du da?

– Jawohl, ich gehe der Straße nach, wohin es Gott gefällt... wie ich es früher gethan habe.

– Armes Kind!... Armer Junge! seufzte die gute Frau.

– Ich frage mich auch, Kat, ob es nicht das beste wäre, sofort zu brechen... das Schloß mit Birk zu verlassen... mir irgendwo bei einem Farmer, nicht zu weit von hier und nahe der Küste, Arbeit zu suchen...

– Du bist ja noch nicht elf Jahre alt!

– Nein, Kat, noch nicht!... O, wenn ich zwölf oder dreizehn wäre... dann wär' ich groß... hätte ein Paar starke Arme und fände wohl Beschäftigung. Wie langsam schleichen die Jahre doch hin, wenn man unglücklich ist...

– Und wie lange dauern sie!« hätte die gute Kat antworten können.

Da ereignete sich ein Zufall, der dieser Ungewißheit ein plötzliches Ende machte.

Am 15. September war es, wo Lord und Lady Piborne also nur noch vierzehn Tage in Trelingar-castle verweilen sollten, und hier begann man bereits mit dem Einpacken. Im Gedanken an den Vorschlag der Kat bezüglich Birks, mußte sich Findling fragen, ob Scarlett wohl auch den Winter über auf dem Schlosse bleiben würde. Ja, er blieb hier als oberster Verwalter des Besitzthums. Der in der nächsten Umgebung umherschweifende Hund konnte von ihm gar nicht unbemerkt bleiben, und niemals würde er der Wäscherin gestatten, jenen bei sich zu behalten. Die Kat mußte Birk sein Futter also heimlich zustellen, wie sie es schon einmal kurze Zeit gethan hatte. Erfuhr Scarlett aber gar, daß der Hund dem jungen Groom gehörte, dann hätte er sich gewiß beeilt, das dem Grafen Ashton zu hinterbringen, und dieser wieder hätte kein größeres Vergnügen haben können, als dem Thiere, wenn es ihm in den Weg kam, eine Kugel zwischen die Rippen zu jagen.