„Du bist heute ungewöhnlich nachdenklich, Alexander!“ bemerkte Cölestine und fuhr nach einer Pause, in welcher sie vor sich hinblickte, fort: „Was fehlt Dir? Rede! Was hast Du, lieber Mann?“
„Dies soll“ sagte er wieder zu sich: „das letzte Mal sein, daß ich ihr von meiner Gemüthsbewegung etwas merken ließ.... Hinfort mag ihr Blick nicht mehr durch diese äußere Hülle dringen, welche ich glatt, geschmeidig, lustig und so weltnärrisch als nur möglich machen will. —“ Und von dem gegenwärtigen Momente an seiner Gestalt, seinen Reden, seinem Benehmen einen Schein der natürlichen Heiterkeit gebend — fing er an mit ihr nur mehr von Liebe und Lust, von Welt und Thorheit zu sprechen, Tändeleien zu treiben — — u. s. w. — Sie spielten wieder wie die Kinder, hüpften und tanzten im Garten umher, so daß der alte Mond gar satirisch d’rein sah.
Es war, als hätten sie Raum und besonders — Zeit vergessen... denn Mitternacht war bereits vorüber; doch
„die Uhr schlägt keinem Glücklichen!“
Endlich ließ Alexander matt und müde sich auf einen Ruhesitz nieder und zog sie, die Lachende, neben sich: „Was meinst Du,“ sagte er — „werden wir hier bis zum Morgen bleiben?“
„Ich hätte“ versetzte sie ausgelassen: „große Lust dazu.“
„Ich —“ meinte er sehr aufrichtig — „nicht!“
„Und weßhalb nicht?“
„Weil — — — wie Du weißt, ich mich leicht erkälte.“