Eine glühende Stunde war vergangen.

„Wirst Du mich immer so lieben?“ fragte das beglückte Weib.

„Immer, ewig; und Du?“ flüsterte er.

Hierauf konnte sie nur mit einem Kusse, der ihre Seele in seine Brust hinüberzuhauchen schien, antworten....

„Und — —“ sagte sie mit vor Angst zitternder Stimme: „hast Du nie einer Andern so angehört wie mir? Rede mir Wahrheit, Alexander!“

„Nie! niemals!“ Er konnte dieses mit gutem Gewissen sagen.

„Niemals —?— auch vor Jahren, vor vielen Jahren nicht?“

„Nein, nein. Aber wozu diese Fragen?“

„Weil — — ich zu glücklich in Deinem Besitze bin, und ihn keiner Andern, wäre es selbst jene Todte — Du weißt, welche ich meine — vergönne. O — ich bin eifersüchtiger als Du wähnst!... Ich könnte es nicht ertragen, Dich mit einer Zweiten getheilt zu haben, zu theilen — oder — —“

„Oder?“ nahm sie wieder das Wort: — „Es gibt hier kein Oder. — Denn der Zukunft wirst Du mich doch hoffentlich nicht berauben, wenn Du mich auch willenlos um die Vergangenheit oder selbst um die Gegenwart betrogen hättest. Nicht wahr — — Du wirst mich nicht unglücklich, nicht elend, nicht verzweifeln machen, mein Mann?“