„Nein, nein — zehntausend Mal!“

„Alle Sechzehnender! — Was für zehntausend Teufel sind Dir denn heute in den Magen gefahren — verdammter Bursche, Du!“

Es war ihm indessen blos der Wein in den Magen gefahren und der Dunst davon in den Kopf.

„Ich sage Dir,“ fing der Alte wieder an: „etwas Besseres als ich kannst Du doch nicht werden. Befleißige Dich also, in meine Fußstapfen zu treten. Nimm z. B. diesen Krug so, — siehst Du! — und leer’ ihn mit einem Guß — — so, siehst Du!“

Und der größte Humpen entledigte sich seines Inhalts im Nu — vermöge der freundlichen Bereitwilligkeit von Nimrods breiter Kehle. —

Edmund wollte es auch versuchen, um der Aufforderung seines Lehrers zu genügen....

„Ah! Ah!“ schrie dieser so dröhnend, daß das Gewölbe des Kellers in Schrecken gerieth: „das will nichts sagen, das will nichts sagen — Freund Edmund! — Du hast zwar den Humpen geleert, aber dabei Dein ganzes Gesicht begossen... Dies darf nicht stattfinden! Dies ist nicht in der Ordnung!... Du mußt den Humpen mit dem Munde allein aussaufen: So, siehst Du?!“ Und abermals rollte eine ganze Sündfluth hinab in des Jägers verderblichen Schlund...

Sein Leib schien ein wahrer Abgrund zu sein.

Edmund versuchte es sogleich nochmals — und in Wahrheit er that es diesmal mit solcher Virtuosität, daß sein Meister auf eine Bank sprang und ausrief: „Ein dreimaliges Hussah auf das Wohl meines Jüngelchens und Jagdkumpans!“

Und „Hussah! Hussah! Hussah!“ schrien Beide, als ob sie toll wären.... die Kellerratten und Maulwürfe liefen einstweilen in’s dritte Nachbarhaus hinüber...