Wirklich konnte diese Rede auch ein furchtsameres Herz beschwichtigen, und nach einigen Augenblicken sprach man bereits nicht mehr von diesem Gegenstande...

„Es war ihr nur darum zu thun,“ meinte er „recht lange hierbei zu verweilen und mich die Frage wegen des Chevaliers vergessen zu machen;..“ und laut setzte er hinzu:

„Hast Du dem engern Kreise unserer Freunde gestern nicht eröffnet, an welchem Tage außer dem Sonnabend Du Dich ihrer Gesellschaft erfreuen möchtest?“

„Ich sprach davon, mein lieber Mann,“ sagte sie: „und wir wählten den Dienstag, den Donnerstag und den Freitag....“

„Auf diese Weise,“ bemerkte er laut: „wird ja in unserem Hause ewige Lust und Freude herrschen....“

„Ich dachte bei mir, es sei dies zu Deinem Besten, Dein ernster Sinn werde dadurch zerstreut werden.“

„Gewiß, gewiß — Sie hat bei jedem Schritt, den sie thut, mich im Auge — — wie ein kluger Fechter seinen Gegner. Und,“ fragte er sie: „wird auch die Baronin von Halderstein uns recht oft besuchen —“

„Ja, mein Freund, sie hat mir’s bestimmt zugesagt.“

„Auch der Chevalier von Marsan.“

„Du weißt — daß er sich in letzterer Zeit innig an meinen Bruder Edmund anschloß, und demnach dürften wir ihn wohl häufig bei uns sehen.... Uebrigens,“ lächelte sie fein: „habe ich mit Herrn von Marsan noch einen eigenen Plan...“