„— Weil ich,“ entgegnete zornig Randow: „dieselbe nicht zu dulden willens bin, mein Herr.“

„Und was weiter —?“ meinte der Jüngling gleichgültig.

„Das Weitere ist, daß ich, Rücksicht auf Ihren Zustand nehmend, Sie nicht ferner anhören will. Adieu, mein Herr!“ Er wandte ihm den Rücken.

„Aber — — ich habe Sie beschworen, es zu thun, und Sie haben eingewilligt. Wollen Sie Ihr Wort brechen?“

„Nach dem, was ich so eben hören mußte, fühle ich mich meiner Pflicht vollkommen entledigt. Darum noch ein Mal: Adieu!“

Edmund ging jetzt raschen Schrittes fort.

Leuben aber lachte ihm in jenem schrecklichen Tone nach, welchen man so oft hört, wenn man an den Irrenhäusern vorbeikommt — und welcher Ton ein Menschenherz durchschneidet und zerreißt. — —

„O!“ rief der Unglückliche, so daß Edmund es noch hören konnte: „es ist auch so gut. Einer Wölfin Bruder — pflegt kein Lamm zu sein.... wohl, wohl. So ist also Alles vorbei — und mir bleibt nichts als Tod oder Verzweiflung.“

Einen Augenblick hielt er hier inne, dann kreischte er wild auf: „Doch nein! mir bleibt noch Eins! — Noch Eins!“ und abermals ließ er ein heiseres Lachen hören — doch schien durch dieses ein von dem früheren sehr verschiedener Grundton durchzuklingen. Jetzt verschwand er im Augarten.