„Allerdings — Herr General; ich fand es nothwendig, das Haus meiner Gemahlin in jeder Beziehung auf eine Stufe zu stellen, welche sowohl ihren Verdiensten als ihrem Range angemessen ist.... Ich fürchtete, noch zu wenig gethan zu haben. —“
„Und was Ihren Marstall anlangt — lieber Graf — so fand ich Gelegenheit, einen Blick hineinzuwerfen, wiewohl ich mir das Vergnügen, ihn genauer zu besichtigen, noch vorbehalte. — — Ihr Marstall nun, mein theurer Alexander, ist wirklich unvergleichlich, und ich weiß nicht, ob er es nicht mit jedem andern in der Residenz aufnehmen könnte. Dies nimmt mich um so mehr Wunder, da ich weiß, daß Sie im Ganzen keiner von unsern leidenschaftlichen Pferdeliebhabern sind ... ich glaube, Sie gehören auch nicht zu unserem Jokey-Clubb....“
Der Graf erwiederte lächelnd: „Bisher noch nicht; doch bin ich Willens, mich in denselben aufnehmen zu lassen.“
„Aber — Sie besteigen ja höchst selten ein Pferd.“
„Ich werde es jetzt öfter thun.“
„Und der Grund davon?“
„Meine Frau wünscht es.“
Der General umarmte seinen Schwiegersohn. —
„Sie sagt,“ fuhr dieser fort: „ein Mann erscheine niemals schöner, als wenn er zu Pferde sitzt, und ich will mir das merken.“
„O!“ sagte Cölestine gerührt: „Du hast es nicht nöthig, Alexander, Dich werde ich ewig lieben — und mehr Dich lieben, wie ich, ist kein Herz fähig.“