„Brünett, ernst, männlich, fast etwas stark...“
„Ganz recht, ganz recht! — Es ist Alexander!“
Marsan erstaunte einen Augenblick lang; er sah einige Mal angelegentlich der Equipage nach, die bereits sehr weit vor ihnen dahin rollte, abwechselnd von einer Staubwolke eingehüllt.
„Also — erst seit kurzem vermählt?“ richtete derselbe halbleise die Frage an Edmund...
„Seit einigen Wochen!“ versetzte dieser: „Allein wie es scheint, so nehmen Sie ungewöhnlich Antheil an dieser Begebenheit, mein Freund. Ist Ihnen vielleicht Graf A—x näher bekannt?...“
„O nicht doch,“ erwiederte Marsan lächelnd: „ich habe nie etwas von diesem Herrn gehört...“
Der Ton in dem letztern Worte war fast schneidend und der Chevalier, der dies erst jetzt zu merken schien, setzte schnell, gleichsam als wollte er sich korrigiren, mit einer freundlichen Ungezwungenheit hinzu: „Ich wollte nämlich sagen, daß mir die Person des Grafen gänzlich unbekannt sei — denn sein Name ist es keineswegs; dieser Name, der einer der glänzendsten des Kaiserstaates ist — —“
„Nun gut;“ fiel Edmund ein — „aber dann sagen Sie mir, was diese Theilnahme sonst zu bedeuten hat...“
„Ei, mein Freund,“ bemerkte Marsan mit jener Liebenswürdigkeit in Ton und Blick, der man nicht leicht zu widerstehen vermochte: „die Sache ist, daß eine Dame meiner Bekanntschaft auf dem Gute meiner Mutter in der Provence jener Dame im Wagen, die Sie Ihre Schwester nennen, überraschend ähnlich sieht... das ist das Ganze...“