„Und weßhalb? Wegen meines Anzuges da?“

„Nein, sondern weil ein fremder Herr bei ihm ist, mit welchem er eifriger Geschäfte halber sich in ein Zimmer eingeschlossen hat.“

„Ei — was thut das? — Er wird doch wohl nicht ewig mit diesem Herrn eingeschlossen bleiben.... und überdies brauche ich ihn am Ende gar nicht zu sprechen.“

Althing war während dieser Gespräche immer höher gestiegen; jetzt stand er vor den Zimmern seines Freundes. Er riß hastig die Thür des nächsten auf — — und durchzog mit stürmenden Schritten eine ganze Reihe. Die Diener, welche auf seinen Anblick nicht vorbereitet waren, flohen entsetzt nach allen Seiten, indem sie riefen: „Ein Räuber! Ein Bandit! Zu Hülfe! — —“

Dieses Geschrei verbreitete sich im ganzen Quartiere — es gelangte auch zu Edmund. Dieser, der nicht wußte, was es bedeutete, öffnete seine Thüre und wollte eben darnach fragen. — — Da stürzte ihm Althing im romantischen Costüme entgegen — wenig fehlte, so hätte er auch den jungen Mann in die Flucht geschlagen:

„Aber — zum Teufel!“ rief dieser: „bist Du es denn, Althing?“

„Ich bin’s! ich bin’s, lieber Freund.“

„Aber was hat denn das Alles zu bedeuten? Kommst Du aus dem Tollhause oder vom Theater?“

„Keines von Beiden, bester Edmund...... Es war eine Laune von mir, weiter nichts....“