„Das muß man bei dieser Zeit auch sein, in welcher man einen armen Teufel, wie Unsereins, seines ehrlichen Erwerbes nicht froh werden läßt.... Glauben Sie mir, gnädiger Herr, ich habe ein weiches Herz — — aber es hätte Ihnen nur noch eine Miene gekostet — und ich hätte Sie zusammengepfeffert, wie ein Schock Lerchen. Auf Ehre!“
„Aber — dann wärest Du ja gehängt worden!“
„Wer weiß. Ich hätte mich aus dem Hause so ungesehen hinaus gemacht, wie ungesehen ich mich hereingeschlichen habe.“
„Jedoch man hätte Deinen Schuß gehört...“
„Sie vergessen, daß mein Gewehr eine Windbüchse ist...“
„Spitzbube — von einem Lips! Wer könnte Dir böse sein?“
„Auf Ehre, während der Dauer dieser guten Meinung, die Sie jetzt für mich gefaßt haben — könnten Sie mir schnell das Papierchen bezahlen... Gnädigster.“
„Lips! Endlich höre mit Deinen Possen auf. Es ist Zeit, daß wir ernstlich in der Sache verfahren. Hinweg mit den Phrasen! Schenken wir uns gegenseitig reinen Wein ein. Ich habe keinen Groschen Geld und brauche 300 — besser 400 Dukaten. — Willst Du sie mir geben? Und was verlangst Du dafür?“
Lips hatte sein Gewehr wieder maskirt; es war wieder die schlichte, alte, treue Keule — — er erhob den Kopf — zog Stirne, Mund und die übrigen Theile des Gesichtes, soweit dies nämlich möglich war, in den Mittelpunkt des Gesichtes zusammen (man erinnere sich seiner eigentlichen Physiognomie!) und nachdem er zwei Mal mit den Lippen geschmatzt und im Ganzen zwei Minuten nachgedacht hatte — versetzte er: