„Mein Herr von Althing,“ entgegnete das Mädchen: „Sie haben es errathen.... der Ruf Ihrer Eigenschaften ist bis zu uns gedrungen — und erfüllte mich seit jener Zeit mit der lebhaftesten Begierde, Sie kennen zu lernen.... Deshalb erlaubte ich mir auch — Ihren Blicken und Winken auf der Bastei — (wenn ich sie anders recht verstand,) nachzugeben — und hier diesen weniger bemerkten Ort aufzusuchen — — um — um mit Bewilligung meiner guten Mutter ... die ich Ihnen hiermit vorzustellen die Ehre habe —“
Man verbeugte sich beiderseitig; der Stutzer sah sich einem alten Monstrum gegenüber, das geeignet war, Schrecken einzuflößen...
„Also mit Erlaubniß meiner Mama,“ fuhr das Mädchen fort — „habe ich gewagt, Ihnen Gelegenheit zu geben — —“
„Damit ich,“ fiel Althing mit jener Emphase ein, der man geflissentlich einen künstlichen Anstrich gibt, um die Leute glauben zu machen, man verstünde sich in solchen Affairen meisterhaft zu benehmen und sei des Sieges schon im Voraus gewiß: „damit ich Ihnen die zärtlichen und glühenden Empfindungen, von welchen diese Brust voll ist.... so, daß das Herz davon in Flammen aufgehen muß...“
„Lassen wir das!“ lächelte die Jugendliche: „und kommen wir auf andere Dinge — —“
„Nein, nein! denn meine Seele, mein ganzes Wesen ist von Ihrem Bilde, von Ihrer Liebenswürdigkeit, von Ihrem Zauber hingerissen... und vermag nicht zu leben...“
„— Muß vergehen — nicht wahr? hahaha! — Nur weiter, mein Herr.“
„— Ich müßte vergehen — sterben vor Schmerz und Verzweiflung — wenn —“
„Weiter, weiter!“