„Uebrigens scheint sie mir nicht ohne Raison[D] zu sein! das wäre vielleicht so Etwas für Dich — Du mein ruinirter Lancelot! —“

Der, dem dieser Name galt, entgegnete: „Du irrst; ich bin von diesem Systeme — eine Partie zu suchen, abgekommen, und habe mir ein neues gewählt; die Fortune muß selbst kommen und.... sie wird nicht ausbleiben.“

„Einstweilen behilft sich Lancelot mit seiner Fürstin... dabei ist wenigstens nichts zu verlieren, haha!“

„Sie ist sein tägliches Brod... diese gute Herzogin. Sie schützt wenigstens vor dem —“

„Still, meine Herren! Ich werde alle weiteren Explicationen ernstlich nehmen.....“

Das erste Musikstück war zu Ende. Die jungen Herren hatten davon gerade die letzte Note gehört... und sie bereiteten sich vor, es bei dem zweiten eben so zu machen. — Indessen widmete ein großer Theil der Versammlung den Productionen große Aufmerksamkeit — und Cölestine selbst schien durch die Macht Polyhymnia’s dem trüben Diesseits entrückt, zu den Regionen einer schönern Welt getragen zu werden. Ihr Auge blickte seelenvoll vor sich, ihr Ohr schien mit Wonne in diese Harmonie zu versinken... Einige Augenblicke lang schwand selbst die kalte Blässe von ihrem Gesichte, eine zarte ätherische Röthe flog ihre Wangen an.... so daß sie jetzt jedes künstlichen Mittels hätten entbehren können. —

Sie saß zwischen ihrer Mutter und der Generalin E—z, welche beide sie abwechselnd betrachteten und wovon die erstere mit tiefer Rührung den kurzen Frieden in ihrer Tochter Brust einziehen sah.

Trotzdem unterließen Frauen mit Drachenherzen es nicht, giftige Bemerkungen dicht hinter dem Rücken der Verlassenen anzustellen — die jedoch an der anderweitigen Aufmerksamkeit Cölestinens ihre Wirkung gänzlich verfehlten und von Niemand vernommen wurden, als von den Sprecherinnen selbst....

„Manche Musik klingt nicht so angenehm, wie diese da... zum Beispiel jene, von welcher das Ohr eines armen getäuschten Gatten beständig erfüllt sein muß....“