Er war's mit seinem Kaiserbart und der eleganten Tournüre. »Der Herr Hauptmann! Welche Ehre!«
Der aber rief mit dröhnender Stimme:
»Gratuliere! gratuliere! Na, hören Sie, Sie haben ein Glück, Herr Muck, daß es schon nimmer schön ist.«
Muck erschrak nicht wenig.
»Ja, denken Sie sich nur, was Ihnen passiert ist,« lachte der joviale Herr, »ein Schatz ist gefunden worden auf Ihrem Grund und Boden. Natürlich gehört er Ihnen. Wollen Sie ihn nicht beheben?«
»Ein Schatz?«
»Da ist er!« Und lachend zeigte der Spaßvogel auf seine Schwägerin, die errötend und siegesbewußt hinter dem Zaun stand, ganz erhitzt von der Sonnenglut. Wie war sie hübsch, zum Dreinbeißen! An jeder Hand führte sie einen Buben, ja, Familie hatte sie auch, und man wäre gleich zum Fertigen gekommen. Doch statt das Glück beim Schopf zu fassen und mit tausend Händen danach zu greifen, dachte Muck abgeschreckt: Jetzt bin ich ihr gut genug, weil ich ein Gut hab', natürlich! und lachte nur bescheiden über den freundlichen Scherz. Doch that sie, als wüßte sie von nichts, und wollte gleich um ein Häuschen weiter. Verwandte von ihr wohnten in der Nähe. Sie war aus der Gegend – dieser Zufall! Nein, nicht um alle Welt wäre sie eingekehrt. Erst nach vielem Zureden ließ sie sich herbei, den Hof zu besichtigen. Sie schien etwas von der Landwirtschaft zu verstehen und machte Bemerkungen, wie:
»Recht schön, aber – Schade nur –« so daß Muck beleidigt auffuhr:
»Was aber? Was schade nur?«
»Gehen Sie!« lachte sie. »Haben Sie vielleicht kein Kreuz mit Ihrem Gut?«