Doch jener ließ nicht ab.

»Laß hören, wer ist die Glückliche?«

Schließlich gestand er: »Dir kann ich's ja sagen. Es ist die reizende, vielumworbene Nichte von Excellenz Steinhausen.«

»So, so! Nun und sie?«

»Sie!« Es war nur ein Laut, doch deutlich genug, um den Bruder zu überzeugen, daß es mit der Aufrichtigkeit der Liebe seine Richtigkeit habe. »Ich glaube, ihr nicht gleichgiltig zu sein. Das einzige Hindernis sind die Eltern, vielleicht auch nicht. Aber ich will mich keinem Refüs aussetzen, drum schlag' ich mir die Sache lieber aus dem Kopf.«

»Dir ist nicht zu helfen!« rief jener aufgebracht. »Wie kann man nur so wenig Selbstbewußtsein haben! Lieber verzichten, nur nicht wagen. Bist du nicht ein tüchtiger Kerl, der Carriere machen wird? Und wo bleibt denn die alles besiegende Liebe?«

Doch Rudolf schien sich nicht aufraffen zu können.

»Mich macht man nicht anders. Kein Wort mehr davon! Gehen wir! Ich höre schon deinen Verwalter Allarm blasen!«

»Ja, mach' dich fertig, schnell, schnell!« rief der Jagdherr wie elektrisiert. »Doch um die Braut mußt du freien, dafür steh' ich dir!«

»Gut, gut. Leih' mir lieber ein paar feste Stiefel. Mit meinem Schuhwerk wird's kaum gehen.«