»Wie sprichst du nur,« sagte Christiane, »wenn das dein Mann hört –!«
»Das sage ich ihm immer.« Hardi warf sich herum. »Das sage ich ihm. Und noch mehr: er ist schuld.«
Christiane blickte auf sie nieder.
Ihr Herz schlug, leise rann es an sie heran.
»Er hat dich doch lieb,« sprach sie.
Hardi starrte sie gläsern an. »Ja–aa lieb,« sagte sie. Dann deutete sie ringsum. »Hier bleibst du. Mein Mann schläft hinten. Wir bleiben zusammen.«
»Warum hast du ihn denn genommen?« fragte Christiane.
»Weil mir bange war. Weil die Schmöckler mich herausgejagt hatte. Was blieb mir sonst übrig? Stundenlang haben wir überlegt, die Mutter und ich. Es war ja wegen der Mathematik. Das war ja der Haken bei mir. Damit wäre ich nicht durchgekommen ...«
»Das hättest du immerhin noch versuchen können. Deshalb –« Christiane sah sie an, »deshalb – – – Du mußt ihn doch – – du mußt ihn doch lieb gehabt haben!«
»Ja–aa. Lieb – ja. Aber nicht so. Nicht so.« Hardi zog die Schultern ein. »Wenn ich gewußt hätte! – – Das hab ich nicht gewußt. Das hat mir niemand gesagt. Sonst wäre ich lieber – –« sie sah mit irren Blicken um sich.