Christianens Backen brannten.
Vor den Fenstern war weites, flaches Land. Unten auf dem Wall ging ein Infanterieposten.
»Du wirst dich noch daran gewöhnen,« sagte sie leise, »es war der Übergang. Wenn du erst weiter bist –«
»Davor graut mir ja,« rief Hardi. »Deshalb schlaf ich schon nicht mehr. Ich bin ja so schwach. Die Mutter hat Angst, ich komm nicht durch. Jetzt tut ihr's leid.«
»Die Mutter hat dich mit ihren schwarzen Gedanken angesteckt.«
Hardi schauderte. »Damals hatte ich Angst vor dem Examen. Ach – tausendmal lieber würd ich jetzt ins Examen gehen, als das durchmachen, was mir nun bevorsteht!«
»Du bist hysterisch,« sagte Christiane scharf.
»Ich bin wie die Mutter. Der ist es auch so gegangen. Sie hat keine Kinder haben wollen. Sie hat nie Frau sein wollen. Ich auch nicht.«
»Das hättest du wirklich vorher bedenken müssen. Aber ich glaube, du lachst noch einmal darüber.«
»Jetzt lache ich nicht,« sagte Hardi. »Jetzt bin ich krank.«