Der horchte verwundert hin, denn dergleichen war er an ihr nicht gewohnt. Auch hatte sie während der Fahrt kein Wort geredet.

Er dachte sich nichts bei dem Frühlingstag. Er erfüllte nur seine Pflicht, wenn er seine leidende Frau hierher brachte, wo sie gut aufgehoben war und sich fern von ihm vorzüglich erholte.

Zu Hause lag ein Stoß Akten, an dem wollte er morgen, über Sonntag, arbeiten.

Hardi hielt sich fast ungewohnt straff, und nun kamen sie an das Häuschen, in dem das Quartier wieder bestellt und bereitet war.

Hardi lief in die Zimmer und guckte sich um: vor den vorderen Fenstern standen weißblühende Dornbüsche, förmlich dick und trotzig taten sie im Übermut. Sie wollten blühen. Und vor der Hinterstube blühte, schräg ansteigend, der Berg.

Sie faßte den Mann am Arm.

»Sieh, Ludwig, wie schön –!«

»Du kannst es ja recht genießen,« sagte er.

Sie hatte die rote Gardine etwas zurückgeschoben und sah hinaus. Plötzlich wandte sie sich um und blickte in sein fahles Gesicht.

Und auf einmal kam es wieder über sie: Ich hätte ja längst gehen müssen.