Das war meine Sünde, daß ich nicht gegangen bin.
Was war ich denn bei ihm? Nicht einmal sein Haus habe ich ihm geführt. Nicht einmal sein Kind habe ich ihm erzogen. Mit Spielereien habe ich mich satt gemacht, mit fremder Not ein wenig getändelt, und sein Werk habe ich ihm genommen.
Sünde war alles.
Ich habe es gespürt. Lange, lange schon.
Die Eisdecke unter mir hat schon immer gezittert.
Aber was nun – was nun –?
Das andere Glück kann ich ihm nicht schaffen. Wenn ich sein Haus verließe und mich frei machte, würde ich noch mehr von seiner Laufbahn gefährden, als ich schon gefährdet habe, noch mehr wegreißen und nichts dafür geben. Denn das Feuer, nach dem er noch immer geschaut hat und das ich ihm gleichmütig und spöttisch ließ, ist ja längst für ihn erloschen.
Ich kann ihm nichts geben, wenn ich – gehe.
Es umwirbelte sie. Wie durch einen Schleier sah sie die weißen Bäume auf dem Berg. Wie eine feierliche Prozession stiegen sie höher und höher. Weiß, alles weiß.
Die rote Gardine wehte.