»Daß du dich hergewagt hast,« sagte sie halblaut, wie erstaunt.

»Weshalb –?«

»Weil doch ein Gewitter war.«

»Ich war dabei im Walde.«

Hardi zuckte und warf wieder einen Blick auf ihren Mann. Scheu zog sie ihn wieder weg, lachte kurz auf und sagte: »Na .. ja – du ... Wenn ich wie du wäre, könnt ich's vielleicht auch .... Aber ich bin's nicht! – – Christiane, weißt du noch, wie wir früher drüben am Krähenteich die Angler ärgerten? Ja, das waren schöne Zeiten. Dann kam ich zur Schmöckler –«

Ihr Gesicht bekam einen finsteren Ausdruck. Die Nähe ihres Mannes schien sie zu bedrücken.

Er stand schweigend auf und ging.

Sie horchte ihm eine Weile nach. Dann legte sie den Kopf auf die Kissen. Ihre Haltung wurde allmählich entspannter, gelöster. Nur im Gesicht zuckte noch die Unruhe.

»Ja, das waren schöne Zeiten ... Auch bei der Schmöckler noch ... anfangs. Und dann, als die Mutter mich so verwöhnte. Wie gut hab ich's da gehabt. Und da – da mußte ich das tun –« sie richtete sich wieder auf und sah nach Christiane hin. »Was weißt du davon,« sagte sie verächtlich, »was ich gelitten habe!«

»Gelitten,« sagte Christiane leise.