»Ja, ja! – – Und dann erst. Dann – als ich – allein war.«
Sie sah Christiane finster an.
»Als ich allein war!«
Christiane schwieg.
Es war eine Pause.
Hardi atmete rasch. Qualvoll vernahm Christiane diesen raschelnden, schlürfenden Atem.
Sie ist doch wirklich krank, dachte sie.
»Als du abgereist warst,« begann die junge Frau langsam wieder, »vorher hatte ich ihn nicht haben wollen – jetzt hatte ich ihn nicht mehr. Und zurück konnte ich doch nicht. Ich hab daran gedacht. Ich hab mir den Kopf zergrübelt. Brief auf Briefe hab ich der Mutter geschrieben – die hat sie dann alle verbrennen müssen. Aber zurück konnte ich doch nicht. Ich war doch einmal bei ihm. Er hatte doch nun einmal meine Jugend bekommen. Und da – –« ihre Stimme wurde ganz heiser, »da – gab ich ihm das Kind. Ja, das tat ich aus freiem Willen. Ich gab es ihm. Und damit habe ich ihm den Rest meines Lebens gegeben – seitdem wird es nichts mehr mit mir. Kuren über Kuren habe ich gebraucht, bei so viel Ärzten sind wir gewesen – es hat alles nichts mehr genützt. Zuletzt mußte er sich von Posen weg versetzen lassen. Aber auch in Danzig konnte ich die Luft nicht vertragen, es ging und ging nicht – da mußte ich hierher. Zur Mutter. Hier geht es wenigstens ...«
Christiane schaute sie an.
»Und – er –?«