»Ich weiß es noch,« lächelte Christiane.
»Ne, daß es nu so gekommen ist ...! Aber gestickt haben Sie immer fein. Immer die besten Kanten!«
»Ich kann's nicht mehr,« sagte Christiane.
Das Fräulein riß die Augen auf. »Gar nicht? Ach, Sie scherzen, Fräulein Doktor ...«
»Durchaus nicht, Fräulein Mehlmann.«
Die Handarbeitslehrerin wußte nicht, was sie sagen sollte. Sie schnüffelte ängstlich. »Ach, ich weiß nicht ... riecht es hier nicht ein bißchen nach Katzen? Es ist ein Schabernack mit dem Tier. Es kommt immer über den Balkon zu mir.«
»Wem gehört es denn?«
»Dem Fräulein Jong,« sagte die Mutter. »Aber eigentlich wird er von allen Damen gleich verwöhnt. Nur Mai gibt ihm manchmal einen Schub.«
Fräulein Mehlmann stand verlegen auf. »Ach, ich weiß schon, was das schwarze Vieh bei mir so anzieht ...«
Wichtig öffnete sie einen gelben Kirschbaumschrank, in dem man Kleider vermutete.