Die Jong guckte jäh.

»Ach, die Bücher,« sprach sie langsam, »ja, deswegen bin ich mein ganzes Leben gefoppt worden. Aber sie sind doch nun mal meine Leidenschaft, und ich muß immer welche haben, und morgens in der Schule denk ich schon immer daran, was für ein Glück mich zu Hause wieder erwartet.« Sie sah vor sich hin.

»Wenn die anderen Sie nicht mit ihren vielen Wünschen stören,« sagte Frau Dorreyter, »die Mai oder Ihre anderen Schützlinge.«

»Das gehört dazu,« erwiderte die Jong.

Frau Dorreyter hielt es jetzt für an der Zeit, mit ihrer Bitte herauszurücken, und das Fräulein war gleich dabei.

»Gewiß behalt ich sie. Das stört mich gar nicht. Hier auf dem Sofa kann sie schlafen. Nur die Bücher muß ich vom Bord nehmen, sonst fallen sie ihr schließlich noch auf den Kopf.« Sie lachte.

Da klingelte es an der Korridortür.

»Das wird sie sein,« sprach Frau Dorreyter.

Klein und ängstlich trat die Wehrendorf ein. Die Kartons, die ihre Habe enthielten, hatte sie draußen auf dem Flur gelassen.

Sie war sehr verlegen.