Christiane lachte und eilte weiter.

»Wohin willst du?« rief Ada ihr nach.

Es ging bergauf, der Wind kam bergab. Wuchtig und warm schlugen seine großen Flügel, wuchtig schlugen sie auf die brausenden Wasser, wuchtig fuhren sie an Christianens warmen Mädchenleib. Die Sterne zitterten.

Ada Wehrendorf rief aus der Ferne.

Christiane aber ging, wie sie in ihrem Leben noch nicht gegangen war. Sie ging auf der Erde, deren freie Krume sie noch nie so unter ihren Schuhen gespürt hatte, in der Luft, die noch nie so rein in ihren Lungen gewesen war. Sie fühlte im Sturm die Gletscher, über die er gefahren, die Wälder, durch die er gestürzt war, die Wasser, von denen er getrunken hatte. Sie fühlte den freien, dunklen Duft der Welt.

Allein!

Beim Nachhausekommen erhielt sie ihre Kündigung.

* * *

Als Christiane der Mutter davon schrieb, kam ein erlöster Brief: »Geh nach Posen. Hardi hat Heimweh. Geh nach Posen.«

Christiane reiste.