»Ja, das ist dein Reich,« sagte er langsam.
Er küßte ihr die Hand und ging.
Die Hausmannsfrau leuchtete Christiane in ihre Wohnung hinauf. Das Licht fiel grade auf die ›eiserne Wehr‹.
Ein leiser Schauer überrann sie. Aber sie lächelte noch immer. –
Cöldt ging durch die Allee wieder zurück. Er atmete den Wald.
Weiter oben am Bahnübergang sah er noch einmal nach dem Reutterschloß zurück.
Auch von dort glühten ihm zwei helle Fenster entgegen, wie vorhin von Hardis Zimmer.
Ein schweres Begehren schwoll in ihm auf, das Mannesbegehren überhaupt und das Begehren nach Christiane.
In den Wochen nach ihrer damaligen Abreise, als nur die spröde, jüngferlich feindliche Frau um ihn war, hatte er sich entschlossen sich freizumachen, trotz allem, was daran hing. Von Tag zu Tag wurde sein Wille fester. Und dann wollte er mit Hardi davon sprechen.
Es war Abend, rot stand es über den Wällen, im Zimmer brannte noch kein Licht. Da fing er an zu reden. Er ging dabei auf und ab – sie richtete sich empor und sah nach ihm. Sie kam zu ihm. Er merkte, daß sie ihn gar nicht verstand. Sie schluchzte. Sie legte die Arme um ihn. So hatte sie es nie getan. So – nicht.