»Ich hoffe es, Mühlfels, und geschieht dies nicht, so trösten Sie sich mit der Aussicht, daß ich dereinst die Fehler meines Oheims gut zu machen wissen werde.« —

»O, ich weiß es, mein theurer Prinz, und Ihre Gnade ist mein einziger Trost in meiner entehrenden Lage. Aber ich hoffe, es soll mir gelingen, den Fürsten zu der Einsicht seines Unrechts zu führen.« —

»Ich verstehe Sie nicht, Mühlfels,« bemerkte der Prinz und schaute ihn fragend an.

»Das kann nicht anders sein, da ich Ihnen das Wichtigste in der Angelegenheit mit der Prinzessin verschwiegen habe.« —

»Wissen Sie noch mehr?« fragte der Prinz überrascht.

»Allerdings, und was ich Ihnen sagen kann, ist noch bedeutsamer, als was Sie bereits von mir erfahren haben, und kennzeichnet die Scheinheiligkeit Ihrer Gemahlin noch mehr, als ihre Verläugnung der mir gewährten Gunstbezeigungen,« entgegnete Mühlfels mit Nachdruck.

»Sie machen mich begierig darauf. Sprechen Sie!« fiel der Prinz erregt ein.

»Vielleicht lag es in der Prinzessin Absicht, mich von hier zu entfernen,« bemerkte Mühlfels.

»Was sollte sie dazu bestimmen?« —

»Das Bewußtsein, in mir einen Verräther ihrer Schwäche zu finden.« —