»Wie beglückt es mich, meine theure Freundin in so blühendem Wohlsein zu finden!« Und nochmals drückte er ihre Hand an das Herz.
»Ich freue mich, Ihnen dieses Compliment zurück geben zu können,« entgegnete die Baronin.
»O, Sie schmeicheln, meine Gnädigste! Ein alter, gebrechlicher Mann und eine schöne, liebreizende Dame! O, wie paßt das zusammen!« entgegnete der Chevalier seufzend und hüstelnd.
»Nun, nun, mein Freund, so arg ist es denn doch noch nicht! Schönheit und Geist sind unzerstörbar wie Diamant.«
»Ja, bei Gott, Sie selbst überzeugen mich auf das Angenehmste von dieser Wahrheit,« rief der Chevalier, die Baronin zärtlich anschauend.
»Immer der feine, galante Hofmann!« sprach die Letztere selbstgefällig und geschmeichelt, während sie dem Gast einen Fauteuil zuschob und sich selbst in die Kissen des Divans sinken ließ.
»Ich komme soeben von Ihrem Sohn, meine Gnädigste, und war so glücklich, ihm eine sehr angenehme Botschaft zu überbringen,« bemerkte Boisière mit einem vielsagenden, vertraulichen Blick.
»Sie überraschen mich, mein Freund! Was ist es?« fragte die Baronin voll Neugier.
»Eine delicate Angelegenheit.« —
»Sie steigern meine Neugier.« —