»Möglich, daß ich mich täusche; wenn dies jedoch der Fall ist, so steht die Sache noch übler; denn ich argwöhne hinter Alledem nichts Gutes.« —
»Sprich, sprich, was denkst, was fürchtest Du?« —
»Lass’ uns Alles ruhig erwägen. Mir erscheint die Annahme durchaus gehaltlos, der Fürst könne lediglich aus gütiger Theilnahme für Dich Dir derartige Mittheilungen durch die dritte Hand zugehen lassen! Diese Sache hat für mich in der That etwas Räthselhaftes; doch bin ich überzeugt, es liegt derselben irgend eine bedeutsame Absicht zu Grunde.« —
»Vielleicht täuschen wir uns, und der Fürst, mit dem neuen Verhältniß des Prinzen bekannt, hält sich verpflichtet, mir durch seine Güte seine Theilnahme zu erkennen zu geben, da er voraussetzt, daß mich dieser neue Schimpf tief verletzen muß.« —
»Es könnte sein. Es gäbe jedoch noch eine andere Annahme.« —
»Und diese wäre?« —
»Mühlfels hat Dich getäuscht,« entgegnete Aurelie mit Nachdruck.
»Wie könnte er so etwas wagen und was sollte ihn dazu veranlassen?« —
»Seine Liebe zu Dir.« —
»Ist nur Ergebenheit und Theilnahme, nichts weiter.« —