»Die Legitimität mancher Fürsten ist angezweifelt worden. — Mein Fürst kennt die Geschichte Ludwig des Vierzehnten.«
Der Fürst neigte beistimmend das Haupt, indem er lachend bemerkte:
»Lassen wir das! Wollten wir uns um die Erforschungen der Legitimität der Menschen bemühen, wir würden da überraschende Dinge erfahren. Also bleiben wir dabei: Corriger la nature!«
»Es wäre daher nur noch ein Bedenken zu beseitigen,« bemerkte der Chevalier.
»Welches?« —
»Hinsichts des Prinzen. Man weiß, daß manche Väter durch den Segen des Himmels oft sehr unangenehm überrascht werden.« —
»Ah, pah! Der Prinz ist über dergleichen fort! Es wird meine Sache sein, seine Zustimmung zu unserm Plan zu erhalten; denn ich bin überzeugt, er wird sehr zufrieden sein, sich in solcher Weise mit der Ehe abfinden zu können.«
»Fast möchte ich es glauben; denn man spricht bereits von einer neuen Liaison des Prinzen,« bemerkte der Chevalier.
»Wirklich? Nun um so besser! Wer ist die Dame?«
»Man kennt sie nicht; sie soll nicht in der Stadt wohnen, und der Prinz beobachtet große Vorsicht, sie nicht zu verrathen. Man sagt, es sei eine Fremde, aber jung und schön, und der Prinz sei bis über die Ohren in das Mädchen verliebt.«