»Die Luft, die Luft!« rief Mühlfels lachend. »Sie haben Recht, lieber Chevalier, die Luft hier ist zum Verrath von Geheimnissen hinreichend, und so sehe ich nicht ein, warum ich mit dem Bekenntniß zurückhalten soll, daß mir die Prinzessin gefällt.« —
»Gefällt, und weiter nichts?« fragte der Chevalier mit einem zweifelnden Blick.
»Was soll ich Ihnen noch sagen?« lachte Mühlfels.
»Nun, was Sie mir verschweigen, daß auch Sie der Prinzessin gefallen.«
»Möglich!« warf Mühlfels selbstgefällig hin.
»Man sagt, Sie wären oft bei ihr, sie zeichnete Sie durch Aufträge aus, die sie Ihnen giebt, kurz, man meint, Sie erfreuten sich ihrer Gunst —«
»Halt, halt, mein lieber Chevalier, Sie sprechen da vielerlei Dinge in einem Athem, ohne zu erwägen, daß man dergleichen Subtilitäten ein wenig discreter auffaßt!« rief Mühlfels lachend.
»Daß ich diese nicht anders berühre, muß Ihnen ein Zeichen sein, nicht durch leidige Neugier, sondern durch eine wichtigere Veranlassung dazu bestimmt worden zu sein,« bemerkte der Chevalier mit Nachdruck.
»Wie das?« — fragte Mühlfels aufhorchend.
»Sie fragen und scheinen nicht zu bedenken, daß eine intimere Liaison mit der Prinzessin unter den obwaltenden Umständen eine hohe Bedeutung gewinnen kann. — Ich denke, Sie verstehen mich, Baron.« —