Es trat ein kurzes Schweigen ein, während dessen der Fürst unmuthig und bedenklich vor sich hin schaute und die Prinzessin dasjenige erwog, was sie dem Fürsten noch zu sagen beabsichtigte. Als sie sich genügend gesammelt glaubte, sprach sie:

»Mein Besuch ist hiermit noch nicht erledigt, mein Fürst, und bezweckt noch eine andere, sehr ernste Angelegenheit, die ich Ihnen vorzutragen wünsche.«

»Haben Sie etwa noch andere Unannehmlichkeiten erfahren?« fragte der Fürst.

»Ich kann dies glücklicher Weise verneinen. Ich bin genöthigt, einen Entschluß auszusprechen, der durch die unheilvollen Verhältnisse, in welchen ich mich befinde, erzeugt worden ist, und der, wie ich glaube, Ihren und des Prinzen Wünschen entgegen kommen wird.«

»Und was belieben Sie, Prinzessin?« fragte der Fürst gespannt.

»Ich bitte Sie, gnädiger Fürst, meiner unglücklichen Lage ein Ende zu machen und meine Ehe zu trennen.«

»Wie, Prinzessin?!« rief der Fürst überrascht.

»Sie werden erkennen, daß mir unter den obwaltenden Umständen keine Wahl bleibt.«

»Bedenken Sie, liebste Prinzessin, die Wichtigkeit eines solchen Schrittes!«

»Ich habe ihn bedacht und bitte Sie, denselben gleichfalls in Erwägung zu ziehen.«