»Wie ich aus guter Hand erfuhr, hat der Fürst bereits eine längere vertrauliche Unterredung mit dem Prinzen am Vormittage gehabt und es soll dabei auch der Maske gedacht worden sein. Noch kann ich Ihnen sagen, daß der Fürst den Befehl ertheilt hat, im Geheimen nach der Maske unausgesetzt forschen zu lassen; ein Zeichen, wie wichtig ihm deren nähere Kenntniß sein muß; ein ebenso sicheres Zeichen jedoch auch, welche große Bedeutsamkeit der Fürst dieser Sache beilegt.«

»So scheint es,« bemerkte die Baronin nachdenkend und fragte alsdann: »Der Fürst befindet sich also in guter Stimmung?«

»Ich glaube dies bejahen zu dürfen, wenngleich ich auch hinzufügen muß, daß er ungewöhnlich nachdenklich zu sein scheint und dies stets ein Zeichen zu sein pflegt, daß ihn eine Sache von großer Wichtigkeit beschäftigt.«

»Ich hoffe, mein theurer, wiedergewonnener Freund, Sie werden mir Ihre später gemachten Beobachtungen betreffs dieser Angelegenheit nicht vorenthalten,« bemerkte die Baronin, ihn mit koketten Blicken herausfordernd anschauend.

»Da Sie mich auf's Neue Ihrer Freundschaft und Ihres gütigen Vertrauens zu würdigen so gütig sind, wird mir die Erfüllung Ihres Wunsches ein ganz besonderes Vergnügen gewähren,« entgegnete der Chevalier in der artigsten Weise.

»Und wie steht es dort? Ist nichts im Gange?« fragte die Baronin darauf vertraulich und deutete mit dem Finger über ihre Schulter in die Gegend, woselbst sich des Prinzen Palais befand.

»Es hat mit dem bekannten Antrag seine Richtigkeit. Ich setzte voraus, Sie kennen denselben.«

»Sie meinen die gewünschte Trennung?«

»So ist's.«

»Ist vielleicht schon von dem Fürsten ein Beschluß gefaßt worden?«