»Karl,« sagte ich, »wenn Du überall in Deine Reden, das heißt mit Auswahl, ein freundliches a hineinsetzt, gelingt das Bayerische bildschön und anheimelnd. Lieber Bube heißt zum Exempel liabr Bua. Danach mußt Du Dich richten und statt grüßen sagst Du grüaß'n und Landsbergastraß'n und Mauastraß'n und Zimmastraß'n, hingegen wiederum Jagastraß'n, die geht unregelmäßig. Und dann sagst Du zwischendurch >schau< und >guat< und was niedlich ist, kriegt ein rl hintendran, wie >Klimbimberl<, wenn man a Ulkerl macht, wodurch Härten gemildert werden, wie Potsdamerl oder Stieferl und nicht gleich duellirt werden braucht.«

»Schon juat, Schatzerl,« unterbrach er mich.

»Schau, Karl, eben hast Du ein Fehlerl g'macht. Das g wird nicht Rosenthalerthorisch betont, sondern härtlich, wie im Schillertheater. Janserl wäre z. B. total verkehrt. Ganserl mußt Du sagen und immer gemüthlich, sehr gemüthlich, so mit dem Brustton der Gemüthlichkeit.«

»Ich werde mir Mühe mit dem Hofbräuhausdialekt geben, aba wundra die net, wann i öfta mit an Rauscherl ham komma.«

»Punktum!«

»Woso?«

»Auf Dein Komma gehört ein Punktum. Schau, ham komma thu, hätte es heißen müssen.«

»I dank schön für Kalaua«, rief er. »Alte, Du hast a Klapserl.« —

»Das war der richtige Akzang. Karl, besorge die Karten zum Alpenfest rechtzeitig, sie werden zu rasch alle. Mit Deinen unteren Tanzbein-Muskeln nimmst Du jeden wattirten Wettbewerb auf, kommt die sprachliche Echtheit dazu, erregst Du Bewunderung.«

»Und als was willst Du gehen? Weißt Du, wir sehen uns die Bayerischen Madln in der Ausstellung an und was Dir am besten gefällt, das läßt Du Dir schneidern. Komm, Alte, wir machen eine Bergfahrt ins Alpenpanorama, die ist gut gegen Deine Grillen. Und die Gedanken an das Fest im Winter zerstreuen Dich.«