Oder Tante Lina.
Aber die konnte ja nicht an das Ihrige heran.
Machte ich mir wirklich ungelegte Eier, wie der Vetter meinte: »Genau genommen, geht Sie die ganze Angelegenheit gar nichts an.«
Wie oft hatte ich mir das einzureden versucht, und Onkel Fritz sagte es auch. Es half jedoch nicht. Mir war Ottiliens und Rudolphs Zukunft zur Herzensfreude geworden. Daran lag es, daß ich Unheil von ihnen zu wenden suchte, was jedoch erschwert wurde durch Ottiliens Rückkehr.
Rudolphs Eltern wollte sie zu mir bringen, meinen Karl und mich kennen zu lernen, und die Verlobung sollte gefeiert werden.
Und wenn wir rufen: »Hoch lebe das Brautpaar!« und Kriehberg stürzt herein und vollführt Aufruhr? Oder schießt gar? Und keiner mag an die Stunde zurückdenken, die sonst wie eine Sonne aus der Erinnerung in's Leben hineinstrahlt, wenn trübe Tage kommen. Weder Rudolph noch Ottilie. Und können sie auch nicht vergessen.
Ich setzte mich hin und weinte.
Dorette meldete Besuch.
»Ich kann Niemanden empfangen, ich habe Migräne.«
»Det paßt jrade. Der Herr is ooch wat Feines.«