»Mein Mann ist im Kontor.«

»Nee, er will bei Madame,« sagte Dorette und hielt mir die Karte hin.

Dorette hatte die Thür halb aufgelassen. »Verzeihen Sie, wenn ich ungelegen komme, aber meine Zeit ist gemessen.«

»Ich blickte hin, der Herr war mir fremd... und doch bekannt. Wo hatte ich ihn gesehen? Richtig, auf der Ausstellung. Er war es, Johannes Viedt.«

»Sie kommen von Tante Lina?« fragte ich, ohne die Vorstellungsförmlichkeiten zu erledigen.

»Ich bringe Grüße von ihr. Und um kurz zu sein, sie hat mich gebeten, einem jungen Manne in seinem Fortkommen drüben behilflich zu sein, einem Architekten...«

»Ja, ja,« unterbrach ich ihn. »Kriehberg heißt er, eine außerordentliche Kraft...«

»Freut mich zu hören. Für einen tüchtigen Baumeister ist bei uns ein lohnendes Feld. Ich selbst habe große Unternehmungen vor in St. Louis. Sein Weg ist gemacht, wenn er sein Fach versteht.«

»Besser als die anderen, er baut Ihnen Alles.«