»Wie Dein Herz, mein Karl. Nein, Du stellst nichts Unredliches aus, selbst nicht in der dekorativen Verzierung. Dir müßte die Stadt eine Statue setzen.«

»Unter einer halben Million thäte die es schwerlich. Und noch leb' ich ja, und heute wollen wir vergnügt sein.«

»Nicht so laut, Karl! Du scheuchst Tante Lina auf. Seit einer Viertelstunde bullert kein Wagen, der sie niederhielte. Aber weißt Du was...?«

Ich hinaus nach der Küche und die Blechplatte geholt worauf ich familiäre Konditorwaare backe, und die zum Gewittermachen gebraucht wurde, wenn die Kinder Puppen-Theater spielten, wie Onkel Fritz ihnen gezeigt hatte.

»Karl, faß' es an den Ecken oben an und schüttle es; erst langsam, dann mit zunehmender Gewalt und dann ganz balbarisch.«

Er übte einige Male bei verschlossener Thür, und als er es konnte, brachte er auf dem Gange einen so natürlichen Donner heraus, daß ein staatlich angestellter Metereologe nicht im Stande gewesen wäre, ihn von einem echten zu unterscheiden.

Sogar Dorette eilte herbei und fragte, ob es eingeschlagen hätte.

Ich reichte ihr das Blech und sagte, der Herr hätte ein neues Rostschutzmittel probirt, weil sie das Geschirr nach dem Aufwaschen nie ordentlich austrocknete, worauf sie mit länglicher Gesichtsbildung abzog.

Wir haben aber gelacht, mein Karl und ich. Nein, wie haben wir gelacht! Immer wieder, und uns Tante Lina ausgemalt, wie sie sich ins Bett eingräbt und die Ohren verpanzert. Und lachenden Sinnes verließen wir das Haus wie die großen Kinder.

Wir hatten ja einen freien Tag.