Auf den vernommenen Ton ihrer Stimme wandte sich der Eine von den Männern etwas rasch um, und blickte mit starrem Auge auf Floren. Diese ihrerseits prüfte, forschte näher mit ihren Blicken — siehe da! sie hatte den Bei vor sich, den gutmüthigen, der sie einst von Schmach und Tod gerettet, sie mit Geschenken und Freundschaft überhäuft hatte.

Sie freute sich hoch, aber mit Beben erkundigte sie sich; warum er doch, mit seiner wackeren Gattin (denn auch sie saß da, in einen einfachen Schleier gehüllt) und wenigen Knechten, sich an dem abgelegenen Orte befände?

Der Bei, nachdem er sich von seinem Staunen erholt hatte, erzählte ihr in Kurzen, wie er nicht nur durch die Zeitumstände von allem Einfluß, und allen Einkünften ausgeschlossen worden sei, sondern auch noch das herbe Unglück erlebt habe, auf jenem Landhause, seiner Schätze beraubt, ja bis auf die ersten Bedürfnisse an Kleidung, geplündert worden zu sein. Seine eignen Knechte hatten mit diebischen Arabern einen Bund geknüpft, sich nach der That entfernt, und vorher alle Gebäude in Brand gesteckt.

Waren die nicht dabei, welche mich geleiteten? rief Flore.

Ich vermuthe, diese waren die ruchlosen Anstifter, entgegnete der Bei.

„O das ist mir glaubwürdig genug. Auch an mir frevelten die Verräther.“

Sie fuhr nicht weiter fort, sondern dem ersten Gedanken, der ihr Herz füllte, wärmte, fortzog, folgend, sprang sie zu ihren Elephanten. Sie waren schon beladen, denn man wollte aufbrechen. Hierher, Knecht, mit dem Einen! rief sie. Der verwunderte Bei sah sich plötzlich reich, seine Gattin empfing einen Kuß, und Flore war in dem Säulenlabyrinth verschwunden.

Da sie floh, und mit den Truppen fortwanderte, warf eine Stimme in ihrem Innern ihr vor: „Aber so viel! die ganze Hälfte!“ und eine andre fragte: „Konnte ich weniger thun?“

Die erste mußte bald verstummen.