Hundert von den Jungfrauen unterhielt der Tempel für den musikalischen Kultus. Gestalt und wohltönende Stimme, waren die Bedingungen, unter welchen man sie annahm. Gute Lehrer unterwiesen die Huldinnen, erst nach bedeutender Fertigkeit durften sie öffentlich auftreten. Kein Instrument begleitete ihre Lieder, und wie diese Zeit auch die Harmonika, die Flöte, die Harfe vervollkommnet hatte, den Zusammenklang Hundert reiner wohlgeübter Mädchenorgane, würden sie immer nur gestört, nicht erhoben haben.

Sie sangen einen Himnus, der in die Sprache früherer Zeiten übertragen, so weit es möglich ist, den höheren Ausdruck des Idioms im ein und

zwanzigsten Jahrhunderte wiederzugeben, ungefähr gelautet haben würde:

Himmlisch bist du o Jungfrau!

Du liebtest himmlische Liebe,

Und dein Himmel steigt nieder,

In der Liebenden Busen.

Hohe, Reine, Verklärte,

Weihe, heilige mich!

In des Geliebten Schönheit